Klimaschutz heißt auch: Überproduktion minimieren
Mit dem Zweiten Kölner Carrotmob möchten wir auch auf ein Thema aufmerksam machen, das eine große Rolle in der Klimabilanz spielt, in der Gesellschaft jedoch noch kaum bekannt ist: Die Vernichtung von Lebensmitteln, die nicht verkauft werden können.
Für die Produktion von Lebensmitteln werden erhebliche Ressourcen benötigt – vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zum Energieaufwand bei der Herstellung. Je mehr Lebensmittel vernichtet werden müssen, umso mehr Ressourcen werden verschwendet – zumal die Vernichtung oft weitere Ressourcen bindet.
Diese Problematik ist besonders für Bäcker dringlich. Filmautor Valentin Thurn hat im Rahmen seines aktuellen Filmprojekts ausführlich zu diesem Thema recherchiert: „Wir werfen ungefähr genauso viele Lebensmittel weg wie wir konsumieren – vom Anbau über Transport und Handel bis zum Konsum. Besonders viel weggeworfen wird Brot. Studien aus Österreich zeigen, dass im Schnitt 10 bis 25% des täglich gebackenen Brotes nicht verkauft wird und im Müllcontainer landet. Brot vom Vortag ist heutzutage nahezu unverkäuflich. Gerade bei vielen der großen Bäckereiketten kommen so riesige Ausschussmengen zustande, da sie ihren Kunden oft bis tief in die Nacht die gesamte Warenvielfalt bieten möchten. Kleine unabhängige Bäcker haben von vornherein kleinere Mengen im Angebot, aber gerade in Städten stehen auch sie im Wettbewerb und haben Angst, dass die Kunden wegbleiben, wenn sie ihr Angebot gegen Ladenschluss ausdünnen, wie es früher einmal üblich war.“
Mit der Bäckerei Schweitzer unterstützen wir beim Zweiten Kölner Carrotmob einen Bäcker, der sich dieses Themas bewusst ist und bereits aktiv daran arbeitet, seinen Überschuss zu minimieren.
























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