Warum sollte ich zum Carrotmob gehen?

Diese Frage stellt sich wahrscheinlich ein jeder, der zum ersten mal auf dieser Seite landet. Schließlich gibt es ja eine Unzahl an Veranstaltungen, die für Naturschutz und Umweltbewusstsein eintreten. Warum also ausgerechnet zum Carrotmob gehen?

Drei Gründe sprechen dafür, sich ein Herz zu nehmen und sich auf den Weg zu machen. Zunächst einmal macht es Spaß zum Carrotmob zu gehen. Man trifft viele interessante Menschen, die entweder schon einen entschieden ökologisch-nachhaltigen Lebenstil pflegen oder gerade beginnen ein ökologisches Bewusstsein in ihrem Konsumverhalten zu entwickeln. Jedenfalls kommt es zu einem regen Austausch der Teilnehmer während sie ihren Einkäufen nachgehen. Die meisten bleiben auch ein wenig länger, Essen oder Trinken eine Kleinigkeit, hören dabei der Live-Musik zu oder führen Ihre Gespräche fort.
Darüber hinaus führt dieser Einkauf in fröhlicher Atmosphäre auch ganz direkt zu konkreten Umweltschutzmaßnahmen. Denn der Carrotmob-Laden hat sich im Vorfeld vertraglich verpflichtet, einen Teil der Einnahmen in die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks seines Betriebs zu investieren. Dass diese Investitionen sinnvoll verwendet werden, stellt ein vorher erarbeitetes Gutachten unseres Energieberaters sicher. Bei früheren Carrotmobs konnten wir beobachten, dass dieses Event quasi eine ökologische Initialzündung für den Unternehmer war und noch viele weitere Investitionen in den Umweltschutz, über die Carrotmob-Einnahmen hinaus, getätigt wurden.
Je mehr Menschen kommen, um so deutlicher wird, wie wichtig ökologisch-nachhaltiges Wirtschaften der Kundschaft ist. Zu guter letzt setzt man mit seiner Anwesenheit eben auch ein demonstratives Zeichen. Sie ist Ausdruck dafür, dass man als Konsument durchaus Wert legt auf umweltbewusste Produktion und bereit ist, Unternehmer die dies berücksichtigen, zu belohnen. Dass dieser persönliche Einsatz über das lokale Event hinaus wahrgenommen wird, zeigt unser Presseecho und das Feedback das wir bekommen. Jeder erfolgreiche Carrotmob unterstreicht, dass ökologische Produktion nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch unter unternehmerischen Aspeketn sinnvoll ist. In einem Satz zusammengefasst macht ein Carrotmob also Spaß, bringt konkrete positive ökologische Effekte mit sich und setzt ein demonstratives Zeichen in den Medien für Klimaschutz und bewussten Konsum.

Wie dringend notwendig eine ökologische Revolution ist, zeigt uns die Natur in zunehmender Häufigkeit. Es bleiben nur noch wenige Jahre um die globalen CO2-Emissionen zum Stillstand zu bringen. Klimawissenschaftler nehmen an, dass uns die Rückkopplungseffekte der Natur schon bald die Kontrolle aus der Hand nehmen. Neben dem öffentlichen Druck auf die Politik durch Wahlen, Demonstrationen und Petitionen kann jeder durch sein eigenes Verhalten jedoch – sozusagen mit der Revolution von unten – bereits beginnen zum Klimaschutz beizutragen. Der Carrotmob bietet hierfür Anstoss und Plattform. Außerdem zeigt er, dass Klimaschutz nicht zwingend mit unpopulärem Verzicht verbunden sein muss. Häufig haben wir die Wahl unsere Bedürfnisse auf verschiedene Weisen zu befriedigen. Meist ist es lediglich das mangelnde Bewusstsein, dass uns daran hindert die ökologische sinnvolle Entscheidung zu treffen. Es kann natürlich noch mehr damit erreicht werden, wenn man an der ein oder anderen Stelle auch mal Verzicht übt. Sei es in dem man fleischfreie Tage einführt oder auf den nächsten Urlaubsflug verzichtet. Aber zunächst können wir auch ganz ohne Verzicht, sondern lediglich durch bewusste Kaufentscheidungen schon viel erreichen. Denn die Wirtschaft wird sich auf die veränderte Nachfrage einstellen. Ein Carrotmob ist also auch eine Demonstration. Man demonstriert in dem man einfach die Sachen einkauft, die man sowieso braucht. Eben nur an einem Ort, an dem sich der Händler bereit erklärt hat, in den Klimaschutz zu investieren.

Abschließen möchte ich gerne mit einem meiner Lieblingszitate. Die Fußnote dazu ist mir leider entfallen. Es ist besser, etwas zu bereuen das man getan hat, als etwas das man nicht getan hat. In diesem Sinne tuen wir es – gehen wir zum Carrotmob und setzen gemeinsam ein Zeichen für Klimaschutz.

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