2. Carrotmob Köln

Eine Sammlung der Ergebnisse des 2. Carrotmobs Köln.
Bäckerei Schweitzer,  24. Juli 2010:


Sturm auf den Bioladen: Der dritte Kölner Carrotmob erzielt 7.566 Euro für den Klimaschutz

Last modified on 2011-03-24 10:28:16 GMT. 0 comments. Top.

Rund 1.200 Leute kamen am Samstag zum Bio-Supermarkt Naturata und machten den 3. Kölner Carrotmob zu einem vollen Erfolg. Insgesamt wurden 7.566 Euro eingenommen, die nun für Energieeffizienzmaßnahmen im Laden verwendet werden.

Morgens wurden noch schnell die letzten Vorbereitungen getroffen:  Luftballons aufgeblasen, Hinweisschilder ausgedruckt sowie Pappmöhren im Laden verteilt. Ab 13 Uhr ging es  dann los. Während sich die ersten Carrotmobber Kaffee, Kuchen und kleine Snacks genossen sowie Biolebensmittel und ökologisches Kinderspielzeug kauften – von allem gingen 60 Prozent in den Klimaschutz – haben wir mit Flyern in der Fußgängerzone rund um den Bio-Supermarkt unterwegs und haben für die Aktion geworben. Auch bei der großen  Anti-Atomkraft-Demonstration um die Ecke  machten wir die Teilnehmer auf den Carrotmob aufmerksam. Die Mühe hat sich gelohnt: Bis zum Ladenschluss um 19 Uhr waren insgesamt 1.191 Menschen bei Naturata. Damit hat der Carrotmob die Kundenzahl im Vergleich zu einem typischen Samstag um ein Drittel erhöht.  Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch von Bäcker Schweitzer, bei dem wir den letzen Carrotmob ausgerichtet haben!

Strahlender Sonnenschein und die Musik der Band Sha Shtil sorgten für eine klasse Atmosphäre. Wir haben viele tolle Gespräche mit den Carrotmobbern geführt und das nette Team von Naturata hat uns tatkräftig unterstützt. Einen herzlichen Dank an alle!

Lutz Größel und der Energieberater besprechen in den nächsten Tagen, was nun konkret für den Laden umgesetzt wird. Wir halten Euch auf dem Laufenden – und beginnen gleich mit der Planung des nächsten Carrotmobs.

Übrigens: Wer Lust bekommen hat, bei der Organisation der kommenden Carrotmobs mitzumachen, kann sich gerne bei uns melden.

Warum sollte ich zum Carrotmob gehen?

Last modified on 2011-03-17 10:46:34 GMT. 0 comments. Top.

Diese Frage stellt sich wahrscheinlich ein jeder, der zum ersten mal auf dieser Seite landet. Schließlich gibt es ja eine Unzahl an Veranstaltungen, die für Naturschutz und Umweltbewusstsein eintreten. Warum also ausgerechnet zum Carrotmob gehen?

Drei Gründe sprechen dafür, sich ein Herz zu nehmen und sich auf den Weg zu machen. Zunächst einmal macht es Spaß zum Carrotmob zu gehen. Man trifft viele interessante Menschen, die entweder schon einen entschieden ökologisch-nachhaltigen Lebenstil pflegen oder gerade beginnen ein ökologisches Bewusstsein in ihrem Konsumverhalten zu entwickeln. Jedenfalls kommt es zu einem regen Austausch der Teilnehmer während sie ihren Einkäufen nachgehen. Die meisten bleiben auch ein wenig länger, Essen oder Trinken eine Kleinigkeit, hören dabei der Live-Musik zu oder führen Ihre Gespräche fort.
Darüber hinaus führt dieser Einkauf in fröhlicher Atmosphäre auch ganz direkt zu konkreten Umweltschutzmaßnahmen. Denn der Carrotmob-Laden hat sich im Vorfeld vertraglich verpflichtet, einen Teil der Einnahmen in die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks seines Betriebs zu investieren. Dass diese Investitionen sinnvoll verwendet werden, stellt ein vorher erarbeitetes Gutachten unseres Energieberaters sicher. Bei früheren Carrotmobs konnten wir beobachten, dass dieses Event quasi eine ökologische Initialzündung für den Unternehmer war und noch viele weitere Investitionen in den Umweltschutz, über die Carrotmob-Einnahmen hinaus, getätigt wurden.
Je mehr Menschen kommen, um so deutlicher wird, wie wichtig ökologisch-nachhaltiges Wirtschaften der Kundschaft ist. Zu guter letzt setzt man mit seiner Anwesenheit eben auch ein demonstratives Zeichen. Sie ist Ausdruck dafür, dass man als Konsument durchaus Wert legt auf umweltbewusste Produktion und bereit ist, Unternehmer die dies berücksichtigen, zu belohnen. Dass dieser persönliche Einsatz über das lokale Event hinaus wahrgenommen wird, zeigt unser Presseecho und das Feedback das wir bekommen. Jeder erfolgreiche Carrotmob unterstreicht, dass ökologische Produktion nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch unter unternehmerischen Aspeketn sinnvoll ist. In einem Satz zusammengefasst macht ein Carrotmob also Spaß, bringt konkrete positive ökologische Effekte mit sich und setzt ein demonstratives Zeichen in den Medien für Klimaschutz und bewussten Konsum.

Wie dringend notwendig eine ökologische Revolution ist, zeigt uns die Natur in zunehmender Häufigkeit. Es bleiben nur noch wenige Jahre um die globalen CO2-Emissionen zum Stillstand zu bringen. Klimawissenschaftler nehmen an, dass uns die Rückkopplungseffekte der Natur schon bald die Kontrolle aus der Hand nehmen. Neben dem öffentlichen Druck auf die Politik durch Wahlen, Demonstrationen und Petitionen kann jeder durch sein eigenes Verhalten jedoch – sozusagen mit der Revolution von unten – bereits beginnen zum Klimaschutz beizutragen. Der Carrotmob bietet hierfür Anstoss und Plattform. Außerdem zeigt er, dass Klimaschutz nicht zwingend mit unpopulärem Verzicht verbunden sein muss. Häufig haben wir die Wahl unsere Bedürfnisse auf verschiedene Weisen zu befriedigen. Meist ist es lediglich das mangelnde Bewusstsein, dass uns daran hindert die ökologische sinnvolle Entscheidung zu treffen. Es kann natürlich noch mehr damit erreicht werden, wenn man an der ein oder anderen Stelle auch mal Verzicht übt. Sei es in dem man fleischfreie Tage einführt oder auf den nächsten Urlaubsflug verzichtet. Aber zunächst können wir auch ganz ohne Verzicht, sondern lediglich durch bewusste Kaufentscheidungen schon viel erreichen. Denn die Wirtschaft wird sich auf die veränderte Nachfrage einstellen. Ein Carrotmob ist also auch eine Demonstration. Man demonstriert in dem man einfach die Sachen einkauft, die man sowieso braucht. Eben nur an einem Ort, an dem sich der Händler bereit erklärt hat, in den Klimaschutz zu investieren.

Abschließen möchte ich gerne mit einem meiner Lieblingszitate. Die Fußnote dazu ist mir leider entfallen. Es ist besser, etwas zu bereuen das man getan hat, als etwas das man nicht getan hat. In diesem Sinne tuen wir es – gehen wir zum Carrotmob und setzen gemeinsam ein Zeichen für Klimaschutz.

Bäcker Schweitzer startet durch

Last modified on 2010-10-29 08:24:06 GMT. 7 comments. Top.

Für Bäcker Schweitzer war der Carrotmob eine Initialzündung in Sachen Klimaschutz. Zwei neue Tiefkühlschränke hatte er bereits von den Einnahmen aus dem 2. Kölner Carrotmob finanziert.

Jetzt hat der Bäckermeister auch die Warmwasserversorgung für seine Spülmaschine umgestellt. Dadurch spart er jährlich 2.900 kWh an Strom. Das entspricht rund 2 Tonnen CO2.

Als wir mit Herrn Schweitzer sprachen, erzählte er uns, dass er noch mehr tun will. Zum Beispiel optimiert er seine Arbeitsabläufe immer weiter, um Energie zu sparen. Die Folge: Die Betriebszeiten des Backofens und der Kühlgeräte haben sich deutlich reduziert, der Strombedarf ging zurück und damit auch der CO2 –Ausstoß.

Für das nächste Jahr plant Herr Schweitzer weitere klimafreundliche Investitionen. Das freut uns vom Carrotmob-Team sehr und wir halten Euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden.

Bäckerei Schweitzer: 1,8t weniger CO2/Jahr

Last modified on 2010-09-06 15:26:34 GMT. 1 comment. Top.

Unser Partnerladen des 2. Kölner Carrotmobs, die Bäckerei Schweitzer, hat schnell gehandelt und zwei alte Tiefkühlschränke durch energieeffizientere Modelle ersetzt. Die beiden neuen Geräte benötigen nur knapp die Hälfte der Energie. Dadurch werden jedes Jahr 2.600 kWh  bzw. 1,8 Tonnen CO2 eingespart.

Mit den knapp 2.000 Euro aus dem Zweiten Kölner Carrotmob war die Gesamtinvestition von 4.000 Euro für Bäcker Schweitzer einfacher zu stemmen. Wie er sagt, hat ihn der Carrotmob die Bedeutung der CO2-Einsparung erst so richtig bewusst gemacht. Deshalb will Bäcker Schweitzer noch mehr in den Klimaschutz investieren. Wir halten euch über die weiteren Maßnahmen auf dem Laufenden.

Danke, dass ihr da wart!

Last modified on 2010-07-30 16:29:19 GMT. 2 comments. Top.

Gemeinsam mit euch haben wir den Umsatz bei der Bäckerei Schweitzer verdoppelt!

1.968 Euro gehen nun direkt in den Klimaschutz. Gemeinsam mit dem Energieberater wird Bäcker Karl-Heinz Schweitzer in den nächsten Tagen ermitteln, welche Umbaumaßnahmen in seinem Laden durchgeführt werden.

Etwa 520 Kunden kamen gestern in den kleinen Bäckerladen am Ehrenfeldgürtel. Besonders beliebt war der Carrot-Kuchen, eigens für diesen Tag gebacken, der direkt vor Ort mit einer Tasse Kaffee genossen werden konnte. Die Bänke vor dem Laden waren immer gut belegt.

Weitere Höhepunkte waren unsere beiden Musikacts: Singer-Songwriter  M. Borgard und „Weird World Music“-Sängerin Katy Sedna von Cats N Fruits sorgten mit ihren Liedern für eine tolle Stimmung. Herzlichen Dank nochmal dafür!

Mit unserem Carrotmob wollten wir dieses Mal ja auch auf das Thema „Vermeidung von Überproduktion“ hinweisen – deshalb hatten wir mit Bäcker Schweitzer gezielt einen Bäcker ausgewählt, der dies bereits aktiv angeht. In diesem Zusammenhang war auch das Kamerateam des Filmprojekts „Taste the Waste“ vor Ort und hat den Carrotmob dokumentiert.

Es hat sehr viel Spaß gemacht mit euch allen! Wir halten euch in diesem Blog und auf Facebook auf dem Laufenden, wie der heutige Umsatz genau investiert wird. Und wir freuen uns natürlich sehr, wenn ihr das nächste Mal wieder dabei seid!

Euer Carrotmob Köln Team!

Energieberater war vor Ort

Last modified on 2010-07-18 10:09:31 GMT. 0 comments. Top.

Heute kam Energieberater Michael Lange zur Bäckerei Schweitzer, um zusammen mit Herrn Schweitzer den Antrag für die KfW-Energieeffizienzberatung zu stellen. Dieser ist notwendig, damit Herr Schweitzer nur einen Teil der Kosten der Beratung zahlen muss. Wir erwarten die Genehmigung des Antrages in etwa einer Woche. Anschließend untersucht Herr Lange die Räumlichkeiten auf Energieeffizienzmaßnahmen. Wir werden versuchen noch vor der Aktion am 24. die entsprechenden möglichen Maßnahmen hier in diesem Blog zu veröffentlichen.

100% für den Klimaschutz beim Zweiten Kölner Carrotmob

Last modified on 2010-07-25 11:36:28 GMT. 1 comment. Top.

Der Partnerladen steht fest: Die Bäckerei Schweitzer in Neu-Ehrenfeld hat zugesagt, den gesamten Tagesumsatz in die klimagerechte Sanierung des Ladens zu investieren.

Der Zweite Kölner Carrotmob steigt am 24. Juli 2010 von 11 bis 14 Uhr bei der Bäckerei Schweitzer, Ehrenfeldgürtel 151 – direkt gegenüber der Haltestelle Subbelrather Straße/Gürtel.

Neben den Brot- und Kuchenkreationen von Bäcker Schweitzer gibt es wieder Live-Musik und die Gewissheit, etwas Gutes für die Umwelt zu tun.

Kommt alle vorbei – bringt Eure Freunde mit und kauft den Laden leer! Damit der Zweite Kölner Carrotmob eine großer Erfolg wird!

In den nächsten Tagen wird ein unabhängiger Energieberater mit Herrn Schweitzer ermitteln, in welche Maßnahmen er sinnvollerweise investieren soll. Die co2online gGmbH hat zugesagt diese Unterstützung im Rahmen ihrer „Klima sucht Schutz“-Kampagne kostenfrei zu leisten.

Über die weiteren Schritte halten wir Euch natürlich auf dem Laufenden

Flattr this!

Kommentar hinterlassen