Wie?

Ein Carrotmob ist ein Einkaufs-Event. Er belohnt Unternehmen, die bereit sind, ihren Energiehaushalt zu verbessern. Die Idee stammt aus den USA und wurde weltweit schon in vielen Ländern umgesetzt.

Der Name Carrotmob kommt vom amerikanischen Begriff für “Zuckerbrot und Peitsche” (carrot and stick). Die Karotte ist die Belohnung, der Mob steht für eine Massenversammlung. Die Nähe zum Begriff Flashmob ist dabei durchaus beabsichtigt.

Es läuft so: Wir, die ehrenamtlichen Carrotmob-Organisatoren, laden ein Geschäft oder einen Gastronomiebetrieb ein, zu einem bestimmten Tag einen Carrotmob zu veranstalten. Die Unternehmen geben dann ein Gebot darüber ab, welchen Anteil des Tagesumsatzes am Carrotmob-Tag sie in Klimaschutzmaßnahmen investieren werden. Der Laden, der am meisten bietet, darf den Carrotmob hosten. Wenn der Laden fest steht, wird die Öffentlichkeit aufgerufen, am Tag X genau in diesem Laden einzukaufen oder zu essen. Der Unternehmer steigert also seinen Umsatz durch eine nachhaltige Maßnahme.

Dieser Bericht des WDR erläutert das Prinzip am Beispiel unseres ersten Carrotmobs:

Hier noch ein unterhaltsames Video, dass das Carrotmob-Prinzip als Animation erklärt:

Flattr this!

6 Kommentare

  1. Michel Lochmatter 29 March 2010 at 22:59 #

    Liebe Carrotmobber

    Ich studiere Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen (Schweiz). Im Zuge der wissenschaftlichen Hausarbeit befasse ich mich mit dem Nutzen von Carrotmob im Umweltbereich und dessen Herausforderungen. Um mehr über die relativ neue Art des Umweltaktivismus zu erfahren, mache ich eine Umfrage mit Carrotmobbern, die bereits erste Erfahrungen gesammelt haben.

    Hierzu wäre ich Ihnen äussert dankbar, wenn Sie die untenstehenden Fragen beantworten würden.

    Besten Dank und freundliche Grüsse

    Lochmatter Michel

    Persönliche Fragen zu Carrotmob (CM)

    1. Wie heissen Sie und was ist ihre Tätigkeit bei CM?

    2. Was hat Sie zu CM bewegt?

    3. Carrotmobbers sehen sich selbst als Weltretter. Wie stehen sie zu dieser optimistischen Einstellung?

    4. Bisher wurden lediglich kleine Läden gemobbt. Der Detailhandel steht am Ende der Wertschöpfungskette und stellt eine vergleichsweise geringe Belastung der Umwelt dar. Was denken Sie, wie könnten die stark umweltbelastenden Teile (Industrie, Transportunternehmen,…) der Wertschöpfungskette ebenfalls gemobbt werden?

    5. Haben Sie eine spezielle Idee von einem CM, den Sie eines Tages verwirklichen möchten?

    6. In einem Carrotmob gibt es nur Gewinner. Denken sie nicht, dass es auch Verlierer braucht (wie z.B. Shell bei der Affäre der Brent Spar), um ein Exempel zu statuieren?

    7. Hierzu würden sich Boykotte besser eignen. Angenommen, Nestlé sei der Lebensmittelkonzern mit der stärksten Umweltbelastung. Denken Sie nicht, dass eine weltweite Boykottierung aller Nestlé-Produkte über Kanäle des Smart Mobs Nestlé und andere Unternehmen eher dazu bewegen würde, nachhaltiger zu wirtschaften?

    8. Worin sehen sie die grösste(n) Herausforderung(en) von CM?

    9. Denken Sie, dass CM globale Akzeptanz gewinnen kann? Könnten kulturelle und/oder soziale Unterschiede die Ausbreitung von CM nicht hemmen bzw. verhindern?

    10. In welcher Form müsste man CM organisieren um diesem Konzept Effektivität und Effizienz zu verleihen?

    11. Sollte CM einer NGO wie Greenpeace angegliedert werden oder sollte eine eigenständige Carrotmob-NGO gegründet werden?

    12. Was wären für sie wichtige Elemente einer Carrotmob-NGO ?

    13. Hier stellt sich natürlich die Frage der Finanzierung. Bis zu einem gewissen Grad basiert CM auf ehrenamtlicher Arbeit. Woher wird man das Geld nehmen, wenn der Einsatz der Volunteers nicht mehr genügt?

    14. Glauben Sie an das Potential von CM? Was denken Sie, wo wird CM in 10 Jahren stehen?

  2. Fabian Huber 30 March 2010 at 10:25 #

    Hallo Herr Lochmatter,

    gerne beantworten wir Ihre Fragen. Könnten Sie uns diese, der einfacheren Bearbeitung halber, bitte per eMail an zukommen lassen.

    Beste Grüße
    Fabian

  3. […] Köln: Nach dem Aktionsprinzip des CarrotMobs werden Unternehmen in Köln dazu motiviert ihren Energieverbrauch zu verbessern und […]

  4. Youn Jung 23 April 2011 at 19:13 #

    Hi, my name is Youn Jung and I am a college student in Korea.
    I want to bring the carrotmob in Korea and I am working on some project regarding this. I am going to see how carrotmob works in Koln.
    It is going to be between 7/15- 8/31.
    how do I contact you? And is there any place that carrotmobber in Koln gather together and talk about plan for carrotmob.
    I have talked to the guy names Jorn in Hamburg.

    Please let me know your opinion. You can contact me either facebook or e-mail.
    I look forward to hearing from you.
    Thank you.

    Regards,
    Youn Jung

  5. Clem Pancholy 9 May 2011 at 17:34 #

    Hi, my name is Youn Jung and I am a college student in Korea.I want to bring the carrotmob in Korea and I am working on some project regarding this. I am going to see how carrotmob works in Koln.It is going to be between 7/15- 8/31.how do I contact you? And is there any place that carrotmobber in Koln gather together and talk about plan for carrotmob.I have talked to the guy names Jorn in Hamburg.
    +1

  6. Katharina 21 July 2011 at 12:01 #

    Hallo liebes CM-Köln Team und lieber Michel Lochmatter,

    wir sind von der CM-INitiative Oldenburg und überlegen gerade eine wissenschaftliche Arbeit über die CM-Bewegung schreiben und würden uns sehr über eine Info freuen, was denn die Ergebnisse der Hausarbeit waren?

    Viele Grüße aus Oldenburg

    Katharina


Kommentar hinterlassen